Gemeinde Kalkhorst

 

Die Gemeinde Kalkhorst, mit ihren 1.839 Einwohnern, liegt im Norden des Landkreises Nordwestmecklenburg unmittelbar an der Ostseeküste. Zur Gemeinde gehören folgende Ortsteile:

Kalkhorst - Borkenhagen - Hohen Schönberg - Klein Pravtshagen - Dönkendorf - Neuenhagen - Groß Schwansee - Klein Schwansee - Brook – Elmenhorst - Warnkenhagen

Bundesland: Mecklenburg Vorpommern
Landkreis: Nordwestmecklenburg
Gemeindefläche: 5.190 ha
Amtsbereich: Amt Klützer Winkel
Wirtschaftsstruktur: Klein- und Mittelständische Betriebe, Landwirtschaft
Soziale Infrastruktur: Kindertagesstätte, Adolf-Diester-Weg Schule (Grundschule), Allgemeinarzt, Zahnarzt, Sportverein, Jugendclub, Hotels, Pensionen
Informationen über: Amt Klützer Winkel
Schloßstraße 1
23948 Klütz
Tel.:038825/393-0

Sehenswürdigkeiten der Gemeinde Kalkhorst

Auf einer kleinen Anhöhe im Ortskern von Kalkhorst steht die Backsteinkirche. Die Anfänge des Kirchenbaus stammen aus dem Jahre 1220. Im Inneren sind spätgotische Wand- und Gewölbemalereien erhalten. Der Altar wurde 1708, die Kanzel 1714 errichtet. Besichtigungen der Kirche sind nach Absprache mit der Pastorin möglich.

In den Jahren 1845-1870 erbaut, findet man am Ortsrand von Kalkhorst das neugotische Backsteinschloss. Von Innen leider nicht zu besichtigen, bietet das Schloss von außen einen beeindruckenden Anblick.

Der vor dem Schloss gelegene englische Landschaftsgarten beheimatet zahlreiche subtropische Gewächse. Die Schlosskapelle im Park dient als Familiengruft derer von Biel.

Einen wunderschönen Blick über die Lübecker Bucht hat man vom Strand in Groß Schwansee.1745 wurde der dreigeschossige Putzbau mit Walmdach als Gutssitz erbaut. Seit den 60-er Jahren als Schule genutzt, befindet sich das Gutshaus heute in privater Hand, wurde aufwendig restauriert und kann heute für private Veranstaltungen gemietet werden.

Der Schliemann Platz mit Gedenkstein erinnert an den Archäologen Heinrich Schliemann (1822-1890), der zwei Jahre seiner Kindheit in Kalkhorst verbrachte. Hier lebte er in der Familie seines Onkels, dem damaligen Pfarrer. Bekannt wurde Schliemann unter anderem durch die Ausgrabung Trojas.
Weiteres unter: www.kalkhorst-ostsee.de

Ortsteil Elmenhorst

Im Norden des Klützer Winkels liegt die Gemeinde Kalkhorst, mit dem Ortsteil Elmenhorst mit ihren 664 Einwohnern. Der Ortsteil bedeckt eine Fläche von 1836 ha. Die Orte entstanden im Zuge der deutschen Kolonisation zu Beginn des 13.Jahrhunderts und werden als Siedlungen bereits 1230 im Ratzeburger Zehntenregister genannt. Elmenhorst, damals bereits so geschrieben wie heute, ist eines von vier Kirchdörfern im Klützer Winkel. Zunächst waren die Bauern frei. Dieses änderte sich in den folgenden Jahrhunderten und es wurde zur Gutswirtschaft übergegangen. Im 18. Jahrhundert gelangten die Güter Brook und Elmenhorst in den Besitz derer von Bothmer. Der Ort Warnkenhagen blieb noch als Bauerndorf erhalten. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Güter enteignet und zu Landesgütern erklärt. Die Landwirtschaft wird auch weiterhin der strukturbestimmende Wirtschaftsfaktor in der Gemeinde bleiben. Daneben wird ein maßvoller landschaftsgebundener Tourismus gefördert. Der Ausbau des so genannten Kolonnenweges entlang der Küste zu einem Wander-, Rad- und Reitweg mit kleinen Pensionen bildet dabei eine gute Voraussetzung. Im Ort Elmenhorst befinden sich eine Kindertagesstätte, zwei Gaststätten sowie eine Dorfkirche. Die Kirche, ein zierlicher Backsteinbau, stammt aus der Frühgotik. Er steht auf kreuzförmigem Grundriss, trägt einen in sich gedrehten Turmhelm und enthält reiche Ausmalungen aus dem 14. und 16. Jahrhundert.In Warnkenhagen befindet sich ein Jugendclub und außerdem gibt es den Pferdesportverein. Hier können Rundtouren und Wanderritte individuell ausgewählt werden, z. B. Fahrten mit Planwagen, Pony-Kutsche, Gelände- und Wanderritte, Ausbildung an der Longe, Kindergeburtstagsfahrten, Werbefahrten. Die Kinder besuchen die Realschule mit Grund- und Hauptschulteil Boltenhagen oder das Gymnasium in Grevesmühlen. In der Gemeinde gibt es außerdem eine Feuerwehr.
Busverbindungen bestehen nach Klütz.

Geschichte der Gemeinde Kalkhorst

Mitte 12.Jhd deutsche Siedler drangen in den Klützer Winkel vor
1220 Kalkhorst im Besitz Henrikus von Parkentiens, Anfänge des Kirchenbaus
1230 erste urkundliche Erwähnung im "Ratzeburger Zehntenregister"
Anf. 14. Jhd  die Both`s erwerben Besitzrechte von Parkentien, sind 500 Jahre (bis 1848) bestimmend für Dorf Kalkhorst
1635 Schweden fielen in Kalkhorst ein, brannten es nieder
1745 Gutssitz in Schwansee erbaut
1838 Katen für 4 Familien entsteht, Dorfschulen in Kalkhorst, Hohen Schönberg, Groß Schwansee
1848 Thomsen von Biel erwirbt Gut Kalkhorst
1850 Gutssitz in Dönkendorf erbaut
1852 erste Arbeiten für den Bau des Kalkhorster Schlosses, Fertigstellung 1874
1858 Errichtung des neuen Pfarrhauses
1862 Postkutsche erstmals in Kalkhorst
1891 Molkereigenossenschaft entsteht
1908 Chausseebau Kalkhorst - Dassow
1920 Torfwerk zwischen Dönkendorf und Neuenhagen
1921 1.April - Kalkhorst erstmals selbstständige politische Gemeinde
1924 19.Januar - neue Gemeindeordnung und Bürgermeister
1929 Chausseebau Kalkhorst - Klütz, elektrischer Strom (Schloss/Kaufmann Freitag)
1930 Übernahme des Gutes Kalkhorst durch Gutsbesitzer Vidahl
1933 Übernahme durch Hamburger Kaufmann Töpfer, Umbenennung zu "Freiherr von Stein" Haus
1945 Schloss dient als Typhuskrankenhaus
1946 Bildung des Maschinenparks
1947 Schloss wird TBC Heilstätte, später TBC Kurheim
1950 Gründung Betriebssportgemeinschaft
1953 LPG Gründung
1966 Schloss wird Pflegeheim für chronische Psychiatrie
1969 Eröffnung des Ländlichen Einkaufzentrums
1976 28.Februar - Übergabe des Sport- und Kulturgebäudes
1977 Übergabe der kombinierten Arztpraxis
1987 Einweihung der Schule in Kalkhorst
seit 1991 Kalkhorst gehört zum Amt Ostseestrand
1992 ehemaliges Verwaltungsgebäude der LPG wird Flüchtlingsheim
1998 Gutshaus Groß Schwansee seit Ende 1998 in privater Hand, April: Spatenstich für Wohngebiet Buchenweg in Groß Schwansee
1999 Schloss Kalkhorst seit Mitte des Jahres Privateigentum
2000 bei Neuenhagen werden erste Windkraftanlagen aufgestellt
2001 Sanierung des Sportgebäudes in Kalkhorst, Neubau einer Ferienanlage in Hohen Schönberg
2002 Übergabe von 8 altersgerechten Wohnungen in Kalkhorst, Neubau der Kegelbahn in Kalkhorst
2004 Gemeindefusion zwischen den Gemeinden Kalkhorst und der Gemeinde Elmenhorst, zur Gemeinde Kalkhorst
 
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